Evaluation einer Methode zur Entwicklung von Anforderungen im Bereich der digitalen Souveränität am Beispiel digitaler Identitäten

Abstract

Die vorliegende Arbeit evaluiert und diskutiert eine am FZI Forschungszentrum Informatik entwickelte Methode zur Entwicklung von Anforderungen im Bereich der digitalen Souveränität. Die Methode wurde im Rahmen des Projekts SDIKA durchgeführt. Das Ziel des Software-Projekts ist die Entwicklung einer Lösung für digitale Identitäten. Die Evaluation erfolgte mithilfe der Bewertungskriterien „Durchführbarkeit der Methode“ und „Qualität der Ergebnisse“. Besonders die ersten vier Schritte von MEADigS waren relativ effektiv, effizient und wurden von den Beteiligten Akteuren akzeptiert. Der fünfte und sechste Schritt konnte nicht vollständig durchgeführt werden. Die Durchführung von fokusgruppenähnlichen Workshops und die anschließende Analyse führte zu guten Ergebnissen. Die Qualität der Ergebnisse wurde anhand der Kriterien Vollständigkeit, Korrektheit, Sachdienlichkeit, Konsistenz, Nachvollziehbarkeit und Eindeutigkeit beurteilt. Insgesamt wurden 33 elementare Anforderungen entwickelt. Die Anforderungen konnten 81% der Themenfelder digitaler Souveränität abdecken. Auf eine zusätzliche Validierung der Anforderungen in Form von Interviews oder quantitativer Erfassung musste aus Zeitgründen verzichtet werden. Die Qualität der Anforderungen war aber insgesamt sehr gut. MEADigS kann mit Einschränkungen als eine geeignete Methode betrachtet werden, wobei die Schritte fünf und sechs teilweise als optional betrachtet werden können.
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In KIT-Open